(NF) Wenige Augenblicke nach dem Schlusspfiff am Sonntagnachmittag spendeten sich die Spieler das Leichlinger TV und die zahlreichen Zuschauer in der Burscheider Sporthalle Auf dem Schulberg gegenseitig Applaus. Allerdings gab es dabei keine strahlenden Gesichter, sondern vielmehr enttäuschte Mienen zu sehen. Kein Wunder, hatte der LTV doch wenige Minuten zuvor am 3. Spieltag der 3. Liga die erste Heimniederlage hinnehmen müssen. So unterlag die Mannschaft von Trainer Lars Hepp der bis dato noch punktlosen SG Menden-Sauerland mit 29:32 (13:13). Zu allem Überfluss zog sich Abwehrorganisator Thomas Bahn beim zweiten Heimauftritt in der noch jungen Saison auch noch eine Knöchelverletzung zu. 

Dabei knüpften die Blütenstädter vom Anpfiff an zunächst an die weitgehend starke Vorstellung der Vorwoche gegen den VfL Gummersbach II an, nach der es noch einen 29:27-Heimerfolg gegeben hatte. Gestützt auf einen gut aufgelegten David Ferne im Tor sowie eine stabile Defensive erspielte sich das Hepp-Team bis zur 13. Minute eine 10:5-Führung. Nach gleich zwei Zeitstrafen mussten die Hausherren die Gäste in doppelter Unterzahl jedoch binnen weniger Minuten auf 9:10 herankommen lassen. Doch der LTV zeigte in Gleichzahl gleich eine Reaktion und baute den Vorsprung bis zur 24. Minute wieder auf 13:9 aus. Doch bis zur Pause riss dann in der Offensive plötzlich völlig der Faden. Diesen Umstand nutzten die Gäste konsequent, um zunächst auf 12:13 zu verkürzen. Dass ein abgefälschter Freiwurf mit der Schlusssirene sogar noch zum 13:13 führte, passte ins Bild.

Nach dem Seitenwechsel verlief die Begegnung bis zur 40. Minute zunächst ausgeglichen. Doch nach dem 19:20-Zwischenstand schlichen sich mehr und mehr Fehler ins Spiel der Gastgeber ein. Und auch die Defensive verlor immer öfter den Zugriff. Diese Kombination nutzten die Gäste, um auf 23:19 (43.) wegzuziehen und diesen Vorsprung bis in die Schlussphase hinein zu verteidigen. Als Moritz Barwitzki in der 52. für sein Team noch einmal auf 26:28 verkürzte, keimte noch einmal Hoffnung bei den Blütenstädtern auf. Doch einige leichtfertige Ballverluste des LTV nutzte die SG konsequent, um bis zur 57. Minute auf 31:26 davonzuziehen – die Entscheidung. 

„Wir hatten uns einiges vorgenommen und hätten uns natürlich einen anderen Ausgang gewünscht. Aber heute war einfach nicht unser Tag, unsere Fehlerquote war letztlich viel zu hoch“, erklärte LTV-Co-Trainer Achim Symannek abschließend.

LTV: Stöcker, Ferne (Tor) – Weiler (1), Taymaz, Novickis (8/3), Linnemannstöns (4/1), F. Barwitzki, Kübler (5), Bahn (2), M. Barwitzki (4/2), Speckmann, Blum, Mentges, Swiedelsky (2), Symannek, Natzke (3).

Nicht dabei: Simon Hüttel, David Schreibelmayer, Kris Zulauf