Derby mit klaren Vorzeichen: Angeschlagener LTV empfängt favorisierte Panther

(NF) Selten waren die Rollen vor einem Nachbarschaftsderby zwischen dem Leichlinger TV und der HSG Bergische Panther wohl so klar verteilt, wie am kommenden Samstag (19 Uhr). Und das nicht nur, weil sich die Leichlinger nach zuletzt drei Niederlagen mit 6:10 Punkten auf Platz neun der Drittliga-Tabelle wiederfinden, während die Panther mit 8:6-Zählern auf Rang fünf liegen. Vielmehr muss sich die neu formierte Mannschaft von LTV-Trainer Lars Hepp vor dem Duell mit der stark besetzten HSG weiterhin und wohl auch bis Saisonende aufgrund der Hochwasserschäden in der Sporthalle Am Hammer mit erschwerten Trainingsbedingungen herumschlagen.

Dazu kommen schon seit einiger Zeit erhebliche Personalprobleme. „Wir fühlen uns ein wenig wie Handball-Nomaden, weil wir einfach keine richtige sportliche Heimat haben. Dies erschwert natürlich auch die Entwicklung unserer Mannschaft“, sagt LTV-Co-Trainer Achim Symannek und fügt an: „Wir versuchen natürlich trotz allem, das Bestmögliche herauszuholen und freuen uns natürlich über jede Unterstützung.“

Das soll auch am Samstagabend im Derby gegen die Mannschaft von HSG-Trainer Marcel Mutz der Fall sein. Gegen die hoch eingeschätzte Mannschaft, zwischen der und den Blütenstädtern es einige Querverbindungen gibt, fällt zudem vermutlich der Heimvorteil weg. Immerhin ist die Sporthalle Auf dem Schulberg in Burscheid, in der die Leichlinger übergangsweise ihre Heimspiele austragen, die etatmäßige Heimspielstätte der Panther. „Die Panther haben in dieser Saison also praktisch zwei Heimspiele gegen uns“, sagt Symannek: „Nicht nur deshalb sind wir gegen die HSG, die am Ende der Saison sicher unter den ersten sechs Teams einlaufen wird, krasser Außenseiter. Aber an die Rolle haben wir uns gewöhnt.“

Dennoch wird im Derby eine Reaktion der Mannschaft erwartet. Schließlich geriet das Hepp-Team am vergangenen Spieltag sang- und klanglos bei Meisterschaftsfavorit HSG Krefeld unter die Räder (20:40). „Wir werden alles reinhauen“, sagt Symannek. Allerdings erwischte die Mannschaft unter der Woche die Grippewelle, zudem sind Leistungsträger wie Thomas Bahn und David Ferne weiterhin angeschlagen. 

Wer nicht live in der Sporthalle Auf dem Schulberg dabei sein kann, kann die Partie wie gewohnt auch bei sportdeutschland.tv verfolgen.