(GF) Nachdem die Wupper im Rahmen der Flutkatastrophe vor einigen Tagen einen Pegelstand von etwa 80 Zentimetern in der Sporthalle Am Hammer und der angrenzenden Cremer Lounge erreicht hatte, stehen die Handballer des Leichlinger TV vor der nächsten großen Herausforderung. Denn für die Sportstätte besteht zur Zeit ein Betretungsverbot, so dass eine abschließende Schadensaufnahme bislang noch nicht erfolgen konnte. Für die technische Ausstattung, die unterhalb des Pegels gelagert war, dürfte jedoch jede Hoffnung vergebens sein. Nun wird es voraussichtlich darum gehen, die mit erheblichem finanziellen Aufwand durch Freunde und Förderer finanzierten Sachwerte zu ersetzen.
 
Das größere Problem liegt dabei aktuell jedoch in der fehlenden Trainingsstätte. Denn Drittliga-Team der Blütenstädter befindet sich derzeit mitten in der Vorbereitungsphase auf die in wenigen Wochen beginnende Spielzeit 2021/22. Mit großem Einsatz und Kreativität haben die Trainer um Lars Hepp zumindest Ausweichmöglichkeiten organisieren können. Diese ermöglichen sicher keine optimale, aber unter den gegebenen Umständen die bestmögliche Vorbereitung. Nach einer ersten, sehr vorsichtigen Prognose beziffert die Stadt die Dauer der Hallensanierung auf bis zu fünf Monate – ein harter Schlag, sowohl was die Trainingseinheiten als auch was die Heimspiele des LTV angeht. Die Verantwortlichen der Blütenstädter haben zumindest die Hoffnung, dass in Absprache mit dem Stadtsportverband und den anderen Abteilungen des LTV für diesen Zeitraum feste Trainingseinheiten in Leichlingen vereinbart werden können.
 
Für die Heimspiele des Hepp-Teams besteht diese Hoffnung leider nicht. Die Sporthalle Am Hammer ist die einzige drittligataugliche Spielstätte im Leichlinger Stadtgebiet. Der Stadtsportverband sucht dazu derzeit das Gespräch mit den angrenzenden Kommunen, um möglichst bald eine Lösung zu finden.
 
Die Handballer des Leichlinger TV haben mit Bestürzung mitbekommen, dass auch viele der Freunde und Förderer massiv von der Hochwasser-Katastrophe betroffen waren und immer noch sind und wünschen allen Betroffenen viel Kraft und Unterstützung, um diese schwierige Situation zu meistern.